Unter dem Motto „Viele Gesichter. Eine Heimat“ fand auf dem Gelände der Firma Streicher in der Deggenau eine große Schauübung mit insgesamt 120 ehrenamtlichen Einsatzkräften statt. Auch wir von der Freiwilligen Feuerwehr Deggendorf waren gemeinsam mit zahlreichen weiteren Feuerwehren aus dem Stadtgebiet beteiligt.

Das umfangreiche Übungsszenario stellte die Einsatzkräfte vor mehrere Herausforderungen: Angenommen wurde ein Brand in einem weitläufigen Firmengebäude mit acht vermissten Personen. Während Atemschutztrupps zur Menschenrettung in das Gebäude vorgingen und die Einsatzleitung sich mithilfe einer Drohne einen Überblick verschaffte, mussten parallel weitere Einsatzstellen abgearbeitet und die Löschwasserversorgung über mehrere hundert Meter sichergestellt werden.

Eine unserer Aufgaben war die Rettung einer Person, die mit beiden Beinen unter einem tonnenschweren Anhänger eingeklemmt war. Mit viel Fingerspitzengefühl und technischem Gerät gingen unsere Einsatzkräfte dabei Schritt für Schritt vor. Mithilfe von Lufthebekissen und hydraulischem Spreizgerät wurde der schwere Anhänger kontrolliert angehoben. Anschließend konnte die eingeklemmte Person befreit und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden.

Eine weitere anspruchsvolle Aufgabe wartete auf unsere Einsatzkräfte an einem etwa acht Meter tiefen Schacht. Eine Person war in den Schacht gestürzt und musste aus ihrer misslichen Lage gerettet werden. Unter Einsatz der Drehleiter und von Seilwinden wurde die Rettung vorbereitet und durchgeführt. Auch hier war eine enge Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte erforderlich. Schritt für Schritt wurde die Person gesichert und anschließend sicher aus der Tiefe gerettet.

Für uns als Feuerwehr sind solche Übungen besonders wertvoll. Sie geben uns die Möglichkeit, komplexe Einsatzsituationen unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren, verschiedene Einsatzmittel einzusetzen und die Zusammenarbeit innerhalb der Mannschaft und mit anderen Feuerwehren zu festigen.

Wir bedanken uns bei allen beteiligten Feuerwehren für die hervorragende Zusammenarbeit, bei den Organisatoren für die Vorbereitung der Schauübung und bei allen Besucherinnen und Besuchern für das Interesse an unserer Arbeit.

Ein besonderer Dank gilt natürlich unseren eigenen Kameradinnen und Kameraden, die sich regelmäßig die Zeit nehmen, zu üben, sich fortzubilden und im Ernstfall für die Menschen in unserer Stadt da zu sein.

Viele Gesichter. Eine Heimat.