Kaum war der Dienst angetreten, konnte es schon losgehen: Für die Jugendlichen der Feuerwehr Deggendorf wurde der Samstag zum Sonntag zu einem ganz besonderen Dienst. Beim Berufsfeuerwehrtag standen 24 Stunden Feuerwehralltag auf dem Programm – inklusive realistischer Einsatzübungen, nächtlicher Alarmierungen und einem echten Feuer.

Um 7 Uhr am Samstag begann der Berufsfeuerwehrtag. Die Jugendfeuerwehrler schlüpften dabei in die Rolle einer Berufsfeuerwehr und mussten sich über den gesamten Zeitraum auf unterschiedliche Einsatzlagen einstellen. Organisiert und begleitet wurde der Tag von den Jugendwarten Simon Nilson und Simon Ebenbeck sowie zahlreichen Helferinnen und Helfern.

Die vorbereiteten Szenarien waren vielfältig. So galt es unter anderem, bei einer Rauchentwicklung am Bauhof Menschen zu retten und eine Brandausbreitung zu verhindern.  Bei einer weiteren Übung mussten die Jugendlichen nach einem Verkehrsunfall eine eingeklemmte Person retten. Gleichzeitig wurde eine weitere Person im angrenzenden Wald vermisst, diese musste gesucht und geborgen werden.

Auch eine größere Vermisstensuche stand auf dem Einsatzplan. Im Bereich Himmelreich galt es, sieben vermisste Personen in einem weitläufigen Suchgebiet aufzuspüren.  Daneben mussten die Jugendlichen eine Ölspur beseitigen und sich bei einem Gefahrguteinsatz mit einem undichten Behälter und bewusstlosen Personen auseinandersetzen.

Ein besonderes Erlebnis gab es am Samstagabend gegen 23 Uhr: Die Jugendlichen durften unter Anleitung ein echtes Feuer löschen. Damit wurde aus der Übung für die Nachwuchsfeuerwehrler ein besonders eindrucksvolles Erlebnis.

Viel Zeit zum Ausruhen blieb nicht. Die Jugendlichen mussten jederzeit mit einer Alarmierung rechnen. Der letzte Einsatz ließ schließlich bis zum frühen Sonntagmorgen auf sich warten: Gegen 6.30 Uhr wurde eine Brandmeldeanlage im Klärwerk ausgelöst.

Am Sonntag um 7 Uhr endete der 24-Stunden-Dienst. Hinter den realistischen Einsatzlagen stand dabei ein großer organisatorischer Aufwand. Zahlreiche Helfer waren notwendig, um die Szenarien vorzubereiten, die Einsätze zu begleiten und einen sicheren Ablauf zu gewährleisten.

Für die Jugendlichen war der Berufsfeuerwehrtag damit eine besondere Mischung aus Ausbildung, Einsatzpraxis und Gemeinschaft – und zugleich ein eindrucksvoller Einblick in den abwechslungsreichen Alltag einer Berufsfeuerwehr.